Vertrauensvolles Spenden Luxemburg - Der Spendenspiegel
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Vertrauensvolles Spenden Luxemburg

http://www.donenconfiance.lu/historique.html
Don en Confiance Luxemburg a.s.b.l. [Vertrauensvolles Spenden Luxemburg]
Postfach 404, L-2014 Luxemburg http://www.donenconfiance.lu

Der Ursprung des Vereins ohne Gewinnerwerbsabsicht «Don en Confiance Luxembourg» [Vertrauensvolles Spenden Luxemburg] richtet sich nach den Vorarbeiten, die seit 2004 von einem Kern von Delegierten von vier luxemburgischen Organismen 2004 unternommen wurden.

Auf welche Kriterien, auf welche vertrauenswürdige Informationen kann ein Spender sich verlassen, um sicher zu gehen, dass seine Spende wirksam und dem Ziel des Spendenaufrufs entsprechend verwendet wird? Wie wird er über die vorgenommenen Aktionen informiert? Wie werden diese verwaltet und kontrolliert?

Es ist allgemein anerkannt, dass es legitim und im allgemeinen Interesse ist, dass jeder Spender, der einem Aufruf um Großzügigkeit der Öffentlichkeit folgt, einen Zugang zu vertrauenswürdiger Information über die Verwendung der so gesammelten Spenden erhält.

‘Spendensiegel’ in Deutschland, ‘Comité de la Charte – Don en Confiance’[Komitee für die Charta „Vertrauensvolles Spenden“] in Frankreich, ‘Label de qualité’[Gütesiegel] in der Schweiz, etc., das sind Organismen, die im Ausland Kontrolle ausüben und objektive Informationen veröffentlichen, was es erlaubt, die eventuellen Spender in ihren Entscheidungen hinsichtlich einer Unterstützung zu orientieren.

Von diesen Beispielen ausgehend, kam 2004 die Idee auf, dasselbe auch in Luxemburg durchzuführen; eine Kerngruppe von Delegierten der Organismen Caritas, Rotes Kreuz, Stiftung Alzheimer et der Luxemburgischen Krebsstiftung haben sich dieser Aufgabe angenommen. Diese Arbeitsgruppe hatte sich als Hauptaufgabe die Ausarbeitung eines Verhaltenskodex zum Ziel gesetzt. Dabei dienten die französische und die kanadische Charta als Vorbild.

Der vorliegende Verhaltenskodex für Organismen, die die Öffentlichkeit um Spenden bitten (Verhaltenskodex), wendet sich (1) an Vereine ohne Gewinnerzielungsabsicht, Stiftungen und andere gemeinnützige Einrichtungen nach luxemburgischen Recht, (2) die im Bereich Umwelt, humanitäre und soziale Angelegenheiten aktiv sind und (3) die in der von der luxemburgischen Steuerbehörde veröffentlichten „Liste der Organismen erfasst sind, die von den Spendern steuerlich absetzbare Spenden empfangen können“ (inkl. NRO) enthalten sind.

• A.T.P
• Autisme Luxembourg a.s.b.l.
CARE in Luxembourg a.s.b.l.
• Christian Solidarity Int. a.s.b.l.
• Croix-Rouge Luxembourgeoise
• Doheem Versuergt
• Elisabeth Stëftung
• a.s.b.l. EPI
Fondation Alzheimer
Fondation Autisme Luxembourg
Fondation Cancer
Fondation Caritas Luxembourg
• Fondation Chrëschte mam Sahel
• Fondation EME
Fondation Follereau Luxembourg
• Fondation Hëllef fir d’Natur
• Fondation Jean Hamilius Jr.
• Fondation Kräizbierg
• Fondation Kannerduerf
• Fondation Kannerschlass
Fondation Kriibskrank Kanner
Fondation de Luxembourg
• Fondation Ste Zithe
• HELP
• Ile Aux Clowns
• IBLA
• Mathëllef a.s.b.l.
• Omega 90 a.s.b.l
• ONG Unity Foundation
SOS Faim Luxembourg asbl
SOS Villages d’Enfants Monde

Dieser Verhaltenskodex definiert sechs Verpflichtungen,
die die Mitgliedsorganismen einhalten wollen.

  1. Die Rechte der Spender
    Die Spender haben das Recht:
    1.1. auf eine vollständige Information betreffs der aufgerufenen Spende
    1.2. auf eine offizielle Bescheinigung über ihre Spende in angemessener Frist
    1.3. auf die Einhaltung des Verwendungszweckes der Spenden
    1.4. auf eine schnelle und wahrheitsgetreue Antwort auf ihre Bitte um Information
    1.5. auf eine angemessene und schnelle Antwort im Falle von Reklamationen
  2. Uneigennützige Verwaltung
    Die Mitgliedsorganismen verpflichten sich:
    2.1. die Funktion als Administrator nicht zu bezahlen
    2.2. Gewinne weder direkt noch indirekt verteilen
    2.3. den Sympathisanten der Mitgliedsorganismen
    und deren Berechtigten keine Vermögenswerte zu vergeben
    2.4. den Angestellten der Mitgliedsverbände weder Stimmrecht noch das Recht zu erteilen, in das zuständige Vereinsorgan des betroffenen
    Verbandes gewählt zu werden.
  3. Striktes Management
    Die Mitgliedsorganismen verpflichten sich:
    3.1. Verfahren und Kontrollen einzuführen, um die Relevanz und Wirksamkeit ihrer Verwaltung zu gewährleisten.
    3.2. die Lieferanten unter objektiven und transparenten Bedingungen auszuwählen.
    3.3. einen Mechanismus einzurichten zur Verwaltung von Beschwerden und zur Information der Direktion mindestens einmal pro Jahr über Anzahl, Art und Lösung von Beschwerden der
    Spender.
  4. Einwandfreie Kommunikation
    Die Mitgliedsorganismen verpflichten sich:
    4.1. der Öffentlichkeit und ihren Spendern verlässliche,
    loyale, genaue und objektive Informationen
    zu übermitteln.
    4.2. die Würde der Begünstigten zu achten; das Bild
    menschlicher Bedrängnis nicht zu missbrauchen,
    keinerlei Form von Diskriminierung zuzulassen
    oder zu Gewalthand-lungen anzuregen.
    4.3. den Spendern einen Bericht über die Aktivitäten
    des vergangenen Jahres zur Verfügung zu stellen,
    insbesondere mit Angabe der Summe der
    während öffentlicher Spendenaktionen gesammelten
    Geldmittel und deren Verwendung.
  5. Einwandfreie Spendensammlung
    Die Mitgliedsorganismen verpflichten sich:
    5.1. ausschließlich die Spender respektierende
    Fundraising-Methoden durchzuführen.
    5.2. durch schriftliche Vereinbarung jede von einem
    entlohnten Dritten organisierte Spendensammlung
    zu regeln und die Öffentlichkeit davon
    zu informieren.
    5.3. den Personen, die an den Fundraising-Aktivitäten
    mitarbeiten, keinen direkten oder indirekten
    zu den gesammelten Spenden proportionalen
    Vorteil zu gewähren.
    5.4. die erforderlichen finanziellen Mittel nur
    redlich und mit nachweisbaren Ausgaben zu
    beschaffen.
    5.5. ihre Spenderlisten weder zu verkaufen noch zu
    vermieten, zu teilen oder auszutauschen.
  6. Finanzielle Transparenz gegenüber den Spendern
    Die Mitgliedsorganismen verpflichten sich:
    6.1. ordnungsgemäßige Buchführung zu führen, ihre Jahresabschlüsse einschließlich der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anlage zu erstellen und am Ende
    jedes Geschäftsjahres eine Budgetplanung für das folgende Geschäftsjahr vorzulegen.
    6.2. ihre Jahresabschlüsse von einem von dem
    zuständigen satzungsmäßigen Organ bestellten
    Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen
    6.3. den Jahresabschluss, den Geschäftsbericht und
    den Bericht des Abschlussprüfers den Spendern
    an ihrem Sitz zur Verfügung zu stellen.